Gründung und Auflösung

Das Lager bestand vom 12. September dis 28. Oktober 1944 als Außenlager das KZ-Buchenwald und wurde dann dem KZ Mittelbau-Dora zugeordnet, wo es bis zur Unterstellung unter das KZ Sachsenhausen zum 1. Januar 1945 geführt wurde.


Lagername/-bezeichnung/Betrieb

Reichsbahn und SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt, Amt C: Reparaturarbeiten an Gleisen und Bahnhöfen, um den Transport von V-Waffen an die Westfront sicherzustellen.


Offizielle Bezeichnung des Lagers

I. SS-Eisenbahnbaubrigade (= 6. SS-Eisenbahnbaubrigade)

 

Tarnbezeichnung

keine Information

 

Häftlinge

keine Information


Zahl der Häftlinge

504 Häftlinge bei Zusammenstellung der SS-Eisenbahnbaubrigade in Buchenwald.

 

Standort des Lagers

Die SS-Eisenbahnbaubrigade war als mobiles Lager geplant, das in Form eines von SS-Wachmannschaften und Hilfspolizisten bewachten Zuges flexibel eingesetzt werden sollte. Zunächst Fahrt von Berga-Kelbra und Sangershausen bis Bingerbrück, vom 1. November 1944 bis 9. Februar 1945 in Köln am Bahnhof Eifeltor eingesetzt. Abzug über Köln-Porz-Zündorf nach Köln-Gremberg und Troisdorf, am 8. März über Dresden, Chemnitz, Plauen, Pilsen und Passau bis Salzburg, wo die Häftlinge am 4. Mai 1945 befreit wurden.

 

Unterbringung der Häftlinge

In Eisenbahnwaggons; die Waggons waren am Einsatzort Köln in einem Tunnel bei Brühl abgestellt.

 

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche

Hohe Anzahl von Fluchten, vermutlich mehr als 100 Häftlinge, aufgrund der „Frontnähe“ Kölns im Herbst 1944 und der Bombenangriffe.


Literatur

Agafonow, Alexander: Erinnerungen eines notorischen Deserteurs, Berlin 1993

Carette, Jules: Souvenirs de Buchenwald & de la Ie SS-Eisenbahn-Baubrigade. Einheit Bauzug, Manuskript, Lille o.J.

Fings, Karola: Krieg, Gesellschaft und KZ. Himmlers SS-Baubrigaden, Paderborn u.a. 2005, S. 247-282

 

Gedenkzeichen am Ort

nein

 

Besondere Zeugnisse/Quellen/vorhandene Objekte des ehemaligen Außenlagers am Ort

Interviews mit ehemaligen Häftlingen sind im Bestand des NS-Dokumentationszentrums überliefert.

 

Kontakt


Dr. Karola Fings

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

www.nsdok.de

 

oder Stadtarchiv Wuppertal bzw. Alte Synagoge Wuppertal

Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


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