Gründung und Auflösung

Das Lager bestand von Januar 1944 bis Mai 1944 als Nebenlager der Kölner SS-Baubrigade III, nach deren Verlegung bis Mitte März 1945 als selbstständiges Außenlager Buchenwalds.

Lagername/-bezeichnung/Betrieb

Arbeit für die SS-eigene „Deutsche Erd- und Steinwerke“ (DESt), Schuttverwertung für die Stadtverwaltung Essen


Offizielle Bezeichnung des Lagers

DESt Essen (Schwarze Poth)

Tarnbezeichnung

keine Information

Häf
tlinge

Männer

Zahl der Häftlinge

150

Standort des Lagers

Essen, Viehofer Straße

Die Bezeichnung „Schwarze Poth“ geht auf die Essener Adresse Schwarze Poth 13 zurück, wo die SS-Verwaltung untergebracht war.


Unterbringung der Häftlinge

Zunächst in Baracken in der Nähe des Essener Polizeipräsidiums, ab April 1944 in den Räumen der stark zerstörten Gaststätte Grinzing.

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche

Die Häftlingsunterkunft, die SS-Wachen und die Arbeitsstätte befanden sich auf einem spätestens seit Sommer 1944 umzäunten innerstädtischen Areal innerhalb der Straßen Schwarze Poth, Königstraße, Kirchstraße und Postallee.

Für das Lager sind vier Todesfälle dokumentiert.

Literatur

Fings, Karola: Krieg, Gesellschaft und KZ. Himmlers SS-Baubrigaden, Paderborn u.a. 2005, insb. S. 66-68

Schmidt, Ernst: Essener Außenlager des KZ Buchenwald, in: Ders., Lichter in der Finsternis. Gegner und Verfolgte des Nationalsozialismus in Essen, Essen 2003, S. 328-360

Zimmermann, Michael: Essen (Schwarze Poth), in: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 3: Sachsenhausen. Buchenwald, München 2006,439-442


Gedenkzeichen am Ort

2004 wurde eine Gedenktafel an einem Treppenaufgang zum Einkaufszentrum „City Center“ in der Nähe des heute vollständig überbauten Areals angebracht.

Besondere Zeugnisse/Quellen/vorhandene Objekte des ehemaligen Außenlagers am Ort

Einige Unterlagen befinden sich im „Archiv Ernst Schmidt“ in Essen (Ruhrlandmuseum).


Kontakt


Anfragen an Stadtarchiv Essen oder Ruhrlandmuseum Essen.


Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


Sterbeorte >>

 

 


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