Wie hieß das Lager? (offizielle Bezeichnung/Tarnname)

"Hecht", vom 4. März 1945 an das Doppellager "Hecht"/"Stein"

Standort des Lagers

Am nordöstlichen Ende des Dorfes Holzen

Gründung und Auflösung

Das Lager bestand von 14.9.1944 bis 31.3.1945.

Zahl der Häftlinge

1.103 männliche Häftlinge am 4.3.1945

Für welche Firma, welchen Auftraggeber erfolgte die Zwangsarbeit?

OT-Bauleitung "Hecht", Deutsche Asphaltwerke AG, Volkswagenwerk GmbH

Unterbringung der Häftlinge

In vier von den Häftlingen errichteten Holzbaracken

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche)


Aus Holzen gingen am 31.3.1945 zwei Räumungstransporte ab; 696 Häftlingen erreichten am 3. April 1945 das Hauptlager Buchenwald; der andere geriet am 8. April 1945 in Celle in einen amerikanischen Bombenangriff, der viele tötete. Andere fielen der Celler "Hasenjagd", einem Massaker bewaffneter Deutscher an KZ-Häftlingen, zum Opfer.

Literatur

Mijndert Bertram: Bombenhagel und "Hasenjagd". Die Häftlingstransporte von Holzen nach Bergen-Belsen, in: Detlef Creydt (Hg.): Zwangsarbeit, Bd. 1: Für die Wunderwaffen in Südniedersachsen 1943-1945, Braunschweig 1993, S. 226-230

Detlef Creydt: Zwangsarbeit. Bd. 4: Für Industrie und Rüstung im Hils 1943-1945,Holzminden 2001

Manfred Grieger: Holzen bei Eschershausen ("Hecht") in: Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hg.): Der Ort des Terrors, Bd. 3, München 2006, S. 462-467

Hans Mommsen/Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, Düsseldorf 1996

Gedenkzeichen am Ort

An das KZ-Außenlager erinnerte zunächst nur unweit des Ortes Holzen der 1946 geschaffene Ehrenfriedhof, auf dem verstorbene KZ-Häftlinge ihre letzte Ruhestätte fanden.
Im Dorfgemeinschaftshaus steht seit den 1990er Jahren ein Modell des KZ-Lagers und auch die Dorfchronik aus dem Jahr 2004 enthält ein Kapitel über die KZ-Häftlinge.
Als regionales Erinnerungszeichen dient die 13. September 2009 eröffnete Dauerausstellung „Zwangsarbeit für die Rüstung im Nationalsozialismus“ der „Erinnerungsstätte Lenner Lager“, die nach Anmeldung besichtigt werden kann.

Gedenktafel 1 >>

Gedenktafel 2 >>


 

Kontakt

 

Dr. Manfred Grieger
Volkswagen Aktiengesellschaft
Historische Kommunikation
Brieffach 1974
38436 Wolfsburg

Tel.: +49 5361 925667
Fax: +49 5361 976957
E-mail:
manfred.grieger@volkswagen.de

www.volkswagenag.com


oder vor Ort:


Dr. Hilko Linnemann
Kreisvolkshochschule Holzminden
Neue Straße 7
37603 Holzminden

Tel. +49 5531 70 5741
Fax +49 5531 707 408
E-mail: hilko.linnemann@kvhs-holzminden.de

www.kreisvolkshochschule.de



Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


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