Wie hieß das Lager? (offizielle Bezeichnung/Tarnname)

Kommando Wewelsburg

(das KZ durchlief unterschiedliche Organisationsformen und Zugehörigkeiten:

erst Arbeitskommando/Außenlager Wewelsburg des KZ Sachsenhausen, dann selbstständiges KZ Niederhagen-Wewelsburg, dann Arbeitskommando Wewelsburg des KZ Buchenwald) 

Standort des Lagers

im Dorf Wewelsburg (heute Büren-Wewelsburg)

Gründung und Auflösung

Arbeitskommando/Außenlager Wewelsburg (KZ Sachsenhausen) von Mai 1939 bis 31. August 1941

KZ Niederhagen-Wewelsburg von 1. September 1941 bis Ende April 1943

Arbeitskommdando Wewelsburg (KZ Buchenwald) von Mai 1943 bis 2. April 1945

Zahl der Häftlinge

ca. 1.500 Häftlinge (im April 1943),

im Außenkommando Wewelsburg des KZ Buchenwald 42 Häftlinge

Für welche Firma, welchen Auftraggeber erfolgte die Zwangsarbeit?

im Auftrag der Gesellschaft und Pflege deutscher Kulturdenkmäler e.V. (Gefö), Vorsitz: Heinrich Himmler, Geschäftsführer: Oswald Pohl

Unterbringung der Häftlinge

 

Zunächst in Zelten (Mai 1939), dann in Baracken, seit Sommer 1940 in einem Barackenlager im Niederhagen/Wewelsburg, ab Mai 1943 in der Werkstattbaracke auf dem Industriehof des Schutzhaftlagers im Niederhagen

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche)


Die Häftlingsbelegschaft wurde durch eine große Anzahl von Zeugen Jehovas geprägt. Im Außenkommando Wewelsburg (1943 - 1945) gründeten die Häftlinge eine illegale Druckerei und stellten heimlich religiöse Druckschriften her, die nach außen geschmuggelt wurden.

Literatur

Brebeck, Wulff E.: Wewelsburg, in: Benz/Distel (Hg.): Orte des Terrors, Band 3, S. 611ff.


Hüser, Karl: Kult- und Terrorstätte der SS. Eine Dokumentation, Paderborn, 2. Auflage 1987


John, Kirsten: "Mein Vater wird gesucht..." Häftlinge des Konzentrationslagers in Wewelsburg, Essen, 4. Auflage 2001


Gedenkzeichen am Ort

seit dem 2. April 2000 gibt es ein Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz

Besondere Zeugnisse/Quellen/vorhandene Objekte des ehemaligen Außenlagers am Ort

Seit 1982 gibt es eine Gedenkstätte im Kreismuseum Wewelsburg, die an die Geschichte des Konzentrationslagers und der Häftlinge erinnert, im April 2010 erfolgte eine Neukonzeption der Ausstellung ("Ideologie und Terror der SS") mit zahlreichen Originaldokumenten und Objekten (z. B. Häftlingskleidung, Barackenteile).


Kontakt

 

Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 des Kreismuseums Wewelsburg

Burgwall 19

33142 Büren-Wewelsburg

 

Tel: 02955/7622-0

Fax: 02955/7622-22

E-Mail:     info@wewelsburg.de

Internet:   www.wewelsburg.de
                  Gedenkstättenportal zu den Orten der Erinnerung in Europa

 

 

Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


Sterbeorte >>

 

 

Suche