Gründung und Auflösung

Mindestens ab November 1944 bis April 1945


Lagername/-bezeichnung/Betrieb

Gustloff - Werke (Waffenproduktion) sowie einheimische Kleinbetriebe


Offizielle Bezeichnung des Lagers

SS Sonderlager Billroda "Schacht Burggraf", Gustloff- Werke III

 

Tarnbezeichnung

keine Information

 

Häftlinge

keine Information


Zahl der Häftlinge

Mindestens 500 Häftlinge, darüber hinaus Gestapo-Häftlinge und Kriegsgefangene, die nicht in Verbindung mit dem KZ Buchenwald standen.

 

Standort des Lagers

Gemeinde Billroda und Gemeinde Kahlwinkel/Bernsdorf, heute OT der Gemeinde Finne und Finneland, Hauptlager befand sich am OA Bernsdorf, Eichtung Kühler Brunnen (Am Gasthof Tauhardt), Unterbringung aber auch in Gebäuden in Bernsdorf und Billroda sowie Baracken am Schacht Burggraf, Einsatz erfolgte im ehemaligen Salzschacht Burggraf, heute VNG (Verbundnetz Gas AG) Untergrundspeicher Billroda

 

Unterbringung der Häftlinge

in Barackenlagern, in einer Scheune, in einem ehemaligen Gasthof (Gasthof Weißenborn) und im Kino Billroda

 

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche

Am 7.4.1945 Marsch nach Buchenwald mit Bombardierung durch Alliierte, dabei Todesfälle unter Häftlingen und Bewachung, Teilnahme

an der Befreiung Buchenwalds


Literatur

Wolfgang Benz, Babara Distel: Der Ort des Terrors Bd. 3 Verlag C.H.Beck München 2006

Gorki, Hötzelt(u.a.): Der Schacht Burggraf in Billroda - Ein Außenkommando des KL Buchenwald; Schulpforta 2006, Schülerarbeit; Archiv der Gedenkstätte Buchenwald

 

Gedenkzeichen am Ort

Seit 2006 Gedenkstein mit Gedenkplatte nahe dem ehemaligen Schacht Burggraf incl. Hinweistafel

Schacht Burggraf Billroda

Hinweistafel Gedenkstätte "Schacht Burggraf"

Besondere Zeugnisse/Quellen/vorhandene Objekte des ehemaligen Außenlagers am Ort

Grabstätte auf dem Friedhof Billroda, die zu DDR-Zeiten als Grabstätte lettischer KZ-Häftlinge galt, wobei diese erst am 28.4.1945 bei der Plünderung des Schachtes zu Tode kamen und beide nicht in Häftlingslisten erscheinen, so dass bisher nicht auszuschließen ist, dass es sich nicht um Häftlinge des Außenlagers sondern um Zwangsarbeiter aus der hiesigen Landwirtschaft handeln könnte.

 

Kontakt


Andreas Ilse
Dorfstr. 28
06647 Finne OT Tauhardt

Telefon:  +49-(0)36377 / 83 63 6

e-Mail:    a.ilse@arcor.de

 

Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


Sterbeorte >>

 

 


Suche