Gründung und Auflösung

Das Lager bestand vom 13. März 1944 bis 10. April 1945.

Lagername/-bezeichnung/Betrieb

Kommando Ago für den SS-Führungsstab A 4 zur Flugzeugproduktion (AGO-Flugzeugwerke Oschersleben), die Häftlinge montierten Flugzeugteile der Me 262 Kommando Hans: Ing.-Büro Schlempp für die Siebenberg GmbH

Offizielle Bezeichnung des Lagers

KZ-Außenlager Hadmersleben

Tarnbezeichnung

Codename „Hs“, Kommandos „AGO“ und „Hans“

Häftlinge

Männer

Zahl der Häftlinge

Insgesamt durchliefen 2.000 bis 2.500 Häftlinge unter katastrophalen Lebensbedingungen das Lager, bei der Räumung im Jahr 1945 hatte das Lager noch 1.421 Häftlinge.

Standort des Lagers

Bei Hadmersleben in der Magdeburger Börde. Für die Produktion von Flugzeugteilen in den Steinsalz- und Kalischächten I und II vor der Stadt errichtet.

Unterbringung der Häftlinge

Zunächst auf dem damaligen Gelände der Zuckerfabrik in Klein Oschersleben. Das später von den Häftlingen eigenhändig errichtete Lager bestand aus 10 Baracken, in denen bis zu 1.420 Häftlinge untergebracht waren.

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche

Die Häftlinge mussten in einem stillgelegten Teil des Salzschachtes Flugzeugteile fertigen. Häftlinge starben auf Grund der menschenverachtenden Haftbedingungen oder wurden willkürlich hingerichtet.
Nach Lagerauflösung wurden die Häftlinge auf einen Todesmarsch getrieben, bei dem zahlreiche Häftlinge von SS-Mannschaften erschossen wurden.

Literatur

Weinmann, M. (Hrsg., 1990): Das nationalsozialistische Lagersystem (CCP). – 1. Aufl., Zweitausendeins, Frankfurt/M. (kommentierter Nachdruck des “Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories”)

Gedenkzeichen am Ort

Ehrenmal auf dem Friedhof Hadmersleben, 1975 anlässlich des 30. Jahrestages der Befreiung errichtet.

Ehrenmal Hadmersleben

Besondere Zeugnisse/Quellen/vorhandene Objekte des ehemaligen Außenlagers am Ort

Überreste der Salz-Schachtanlagen, Halden etc.

Kontakt

Heimatstube Hadmersleben
Breiteweg 33
39387 Oschersleben OT Hadmersleben

Telefon: 039408 / 50 75 1 


Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


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