Gründung und Auflösung

Das Lager bestand vom 1. August 1944 bis zum 9. März 1945

Lagername/-bezeichnung/Betrieb

Siebel-Flugzeug GmbH/Boelckestr.70, SS-BaubrigadeV, SonderinspektionHalle, Bauleitung K VI, Architekt W.Fricke, Kostenstelle B17, Halle/Saale/Siebel-Flugzeugwerke GmbH

Offizielle Bezeichnung des Lagers

Offizieller Name: SS-Außenkommando des Konzentrationslagers Weimar-Buchenwald, Siebel Flugzeugwerke (SFW) Halle/Saale, Boelckestraße 70, Lager Birkhahn ü. Mötzlich

Tarnbezeichnung

keine Information

Häftlinge

Männer

Zahl der Häftlinge

Belegte maximale Anzahl: 1.026 Häftlinge

Standort des Lagers

Offizielle Adresse: Siebel-Flugzeugwerke GmbH, Halle, Boelckestraße 70 (heute Dessauer Straße)
Lage: nordöstlicher Stadtrand von Halle, Mötzlicher Flur am Goldberg

Luftbild Siebelwerke >>

Luftbild KZ Birkhahn >>

Unterbringung der Häftlinge

Die ersten zwei Wochen verbrachten die Häftlinge nach eigenen Schilderungen in einer Betriebshalle auf dem Gelände der Siebel-Flugzeugwerke. Zwar gab es Betten, doch waren die Fenster zugemauert und es gab keine Ventilation.
Anschließend wurden die Häftlinge, in Folge heftiger Luftangriffe auf das Gelände der Siebel-Flugzeugwerke, in den dortigen Luftschutzraum umgesiedelt und mussten auf dem strohbedeckten Boden schlafen.
Danach folgte der Umzug in das eigentliche KZ Birkhahn-Mötzlich, dass 3-4 km von der Fabrik entfernt lag. In den dortigen mit Betten bestückten Baracken waren jeweils mehr als 100 Häftlinge untergebracht.

Besonderheiten
(Verlagerung/Umbenennungen/Todesmärsche

Die Bedingungen waren nach Berichten ehemaliger Häftlinge im Vergleich zu anderen Konzentrationslagern „einigermaßen erträglich“. Zwei Hinrichtungen von Häftlingen in Folge von Fluchtversuchen sind nachweislich dokumentiert. Nach den Erinnerungen eines ehemaligen Häftlings „war außer Misshandlungen von Häftlingen nichts weiter geschehen.“
Das Konzentrationslager wurde am 9. März 1945 aufgelöst.

Literatur

Udo Grashoff (Hg.) – „Das vergessene Lager“
Hasenverlag Halle, 2010
EDITION-Zeit-Geschichte(n) ; Band 3

Gedenkzeichen am Ort

Eine Skulptur steht an der Endschleife der Straßenbahnlinie 1 in der Frohen Zukunft. Das Denkmal für die Opfer, eine Skulptur des halleschen Bildhauers Bernd Kleffel mit der Aufschrift „Den Opfern des KZ-Außenlagers Buchenwald Halle-Mötzlich August 1944-März 1945“, wurde im April 2009 von Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados und dem Historiker Albert Osterloh offiziell enthüllt.


Skulptur Halle

Besondere Zeugnisse/Quellen/vorhandene Objekte des ehemaligen Außenlagers am Ort

siehe Archivdatenbank des Stadtarchivs unter: www.stadtarchiv.halle.de

Kontakt


Stadt Halle (Saale) / Stadtarchiv
Auskunft/Lesesaal
06100 Halle (Saale)

Telefon: 0345 / 221-3300 oder 0345 / 221-3330

Öffnungszeiten:

Montag                       10:00 - 15:00 Uhr
Dienstag – Donnerstag   10:00 - 18:00 Uhr
Freitag                        auf Anfrage

 

Hier finden Sie Informationen zu Orten außerhalb des Konzentrationslagers Buchenwald, wo Häftlinge gestorben sind oder ermordet wurden:


Sterbeorte >>

 

 

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